Übertragen von mehr als einem Embryo pro Zyklus

Wenn wir mögliche gesundheitliche und in manchen Fällen auch folgende Sozialkomplikationen übergehen, die mit Mehrgeburten verbunden sind, kam noch ein weiteres, sehr gutes Argument wegen Embryonentransfer von mehr als ein Embryo in einem Zyklus dazu. Im Falle von zweieigiger Zwillinge besteht die 50% Wahrscheinlichkeit, dass ein Junge und Mädchen geboren werden.

Eine Studie, die 13 000 Zwillinge umfasst, die in Jahren 1967 – 1978 in Norwegen geboren wurden, und die in der letzten Woche in der Zeitschrift PNAS publiziert sind, stellt dar, dass die Mädchen, welche aus diesen Schwangerschaften zu Welt kommen, das Lebenlang handiccapiert sind. Sie haben häufigere Verhaltensstörungen und sind agresiv, haben schlechtere Studiumergebnisse, weniger davon schließen eine Mittel- oder Hochshule ab. Im Zusammenhang damit haben Sie im Leben nicht soviel Erfolg, haben niedrigere Gehalte und Ihr Niveau ist auch geringer. Nachdem sie volljährig sind, haben sie öfter Probleme mit der eigenen Reproduktion.

Schuld daran ist die Exposition des Testosterons, welcher durch das männliche Geschwister noch im Verlauf des intrauterin Entwicklung produziert wird. Für dieses Hormon stellt die Plazenta keine wirksame Barriere vor und wirkt so negativ auf das weibliche Gehirn. Eine ähnliche Wirkung des Testosteron sim Laufe der intrauterin Entwicklung auf den weiblichen Embryo wurde bereits vor 50 Jahren bei einigen Saugtieren beschrieben, wobei es hier meistens zu gesamten Steriliserung der Weibchen gelangt.