Bewahrung der Fruchtbarkeit

Social freezing

Mehr Menschen verschieben die Entscheidung, Kinder zu haben. In einer späteren Lebensphase ergibt sich ein zunehmender Bedarf, die Fruchtbarkeit zu bewahren – dies trifft für Frau wie Männer zu.

Sollten Sie darüber nachdenken, in Zukunft irgendwann einmal ein Kind zu haben, und wollen Sie die Sicherheit haben, dass dies in einem solchen Fall auch möglich sein wird, wäre es am besten, Ihre Eizellen bzw. Spermien so bald wie möglich einzufrieren lassen; die Qualität der Eizellen bzw. Spermien verschlechtert sich kontinuierlich.

Die neuste Methoden der Kryokonservierung von Zellen und Gewebe sind so sanft, dass es auch nach einer jahrzehntelangen Lagerung in Kryobanken noch möglich ist, sie wieder aufzutauen und für eine Befruchtung zu verwenden.

Wann man eine Kryokonservierung ins Auge fassen sollte?

  • Wenn die Frau oder der Mann sich der Behandlung einer onkologischen Erkrankung unterziehen muss, sollte man über eine Kryokonservierung von Spermien bzw. Eizellen nachdenken.
  • Falls Sie darüber nachdenken oder Ihre Lebenssituation Sie dazu zwingt, ein Kind auf später zu verschieben, dann sollte dies nach dem 30. Lebensjahr geschehen. Die Qualität von Spermien und Eizellen verschlechtert sich in der Folgezeit, sodass es zu Problemen mit der Empfängnis kommen kann.
  • Die Bewahrung von Spermien und Eizellen in einem jüngeren Alter gehört zu einer der Methoden, wie man die Chancen, schwanger zu werden, erhöhen kann.
  • Bei der Befruchtung können sowohl eingefrorene als auch frische Spermien verwendet werden – dies gilt auch umgekehrt.

Vitrifizierung / Kryokonservierung

Die modernste Methode der Kryokonservierung ist die Vitrifizierung, bei der es zur sekundenschnellen Abkühlung der reproduktionsfähigen Zellen (Spermien, Eizellen, Embryonen) auf -196 °C kommt. Hierbei werden Medien mit einem hohen Gehalt an kryoprotektiven Stoffen verwendet, um die Zellen vor Beschädigung zu schützen.

Trotz standardisierter Abläufe überleben nicht alle Embryonen die Kryokonservierung und den Auftauprozess in so einem Zustand, um nach dem Auftauen in die Gebärmutter transferiert werden zu können.

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